Gernot Blümel

Privater Gitarrenunterricht & EFT Practitioner

Es geht ganz schnell ... 08.03.2018

… dass man sich eine Blockade erschafft.

Ich erinnere mich, vor rund 19 Jahren liege ich im Zahnarztstuhl und warte darauf, dass ein Weisheitszahn gezogen wird. Besser gesagt warte ich darauf, dass die Betäubungsspritze wirkt. Im Hintergrund läuft das Radio.

Die Ärztin macht sich schließlich ans Werk und meint noch: „Wenn’s zu stark weh tut, sagen Sie es sofort - dann bekommen Sie noch eine Spritze.“ Ja, es tut zu stark weh - aber es geht schon zu sehr zur Sache mit dem Zahn und die Ärztin fuhrwerkt trotzdem weiter (angeblich sieht sie vor lauter Blut nicht mehr genug und muss das „jetzt so machen“ …)

Im Hintergrund läuft das Radio. Der eine Song. Und in weiterer Folge - noch viele Jahre danach, immer wenn ich den Song im Radio höre, schalte ich sofort weg. Ich mag den Song nicht. das Unterbewusstsein hat konnotiert: „Dieser Song - Weisheitszahn - Schmerz“ - ich drücke ihn weg, diesen vermaledeiten Song.

Erst vor kurzem habe ich mir den Song mal bewusst angehört, von vorne bis hinten laufen lassen und festgestellt, dass er eigentlich gar nicht so schlecht ist. Es wird zwar nie einer meiner Lieblingssongs werden, aber er ist ok. Gut, ich gebe zu - er ist mir wurscht. Aber das Wichtige dahinter: Eigentlich verursacht er „gar keinen Schmerz“. Und in Wahrheit macht er gar nichts. Es ist nur ein Song. Er löst in Wahrheit gar nichts in mir aus.

Jetzt drücke ihn jedenfalls nicht mehr weg.

Aber: Ich stelle mir die Frage, was ich sonst noch so in meinem Leben wegdrücke, „nur“ weil ich einmal eine negative Erfahrung gemacht habe. Und ist das wirklich sinnvoll? Was entgeht mir in meinem Leben eigentlich alles, nur weil ich Vorurteile gespeichert habe? Glaubenssätze, die mir eigentlich nichts bringen, außer dass mir was entgeht.

Welchen Erfahrungen gebe ich die Macht, dass sie mein Leben bestimmen?

Dem nachzugehen - das zahlt sich aus.

Kommentare (0)   Kommentar abgeben